Fusionsmusik: unser täglicher Begleiter

Musik begleitet uns alle durch den Tag. Dabei ist es egal, ob wir vom Schüler mit Kopfhörern im Bus oder dem Lehrer mit dem Radio im Auto reden, denn jeder wird von ihr begleitet. Der Geschmack ist dabei natürlich verschieden und subjektiv, doch ein Phänomen kann man in jedem Genre der Musikbranche feststellen:

Die Fusion eben jener Genres, von mir genannt Fusionsmusik, nicht zu verwechseln mit dem Genre Fusion, das ein Untergenre der Jazzmusik ist. Was, und vor allem wie, dabei vermischt wird, ist abhängig von Künstler und Genre. Dieses Phänomen betrifft dabei manchmal ganze Künstler, die sich darauf spezialisieren, oder nur vereinzelte Songs. Manchmal betrifft es auch nur zwei Genres, die sich mischen, oder gleich eine ganze Palette der Musikwelt bunt in einem einzelnen Lied, als hätte jemand drei Farbeimer auf eine Leinwand gekippt und daraus Musik gemacht. Das Ganze ist jedoch ein Phänomen der Moderne und ihrer Gesellschaft, denn noch vor rund 10 oder 15 Jahren war das nicht so. Bestes Beispiel dafür ist die christliche US-Rockband Skillet, deren ältere Lieder noch eindeutiger Rock waren, wohingegen die letzten zwei Alben immer weitere und vor allem weiter reichende Elektro-Elemente beinhalten. Eben jene Vermischung mit Elementen der Elektromusik ist die am häufigsten auftretende Fusion, welche meistens entweder mit Rap-, Rock- oder Pop-Musik einhergeht. Während das mittlerweile schon normal ist, wird es interessanter, wenn mehrere oder unbekanntere Genres mit größeren Genres fusionieren. Ein Beispiel dafür ist zum Beispiel die Musik von KSHMR, die in ihrer Art selten gesehen ist, da sie indische Volksmusik mit moderner, schneller Electro-House Musik mischt. Ein ähnlicher Fall ist die neue Musik von Artizan und Armanni Reign, die die übliche Verbindung von Rap und Elektro teils mit Elementen der spanischsprachigen Musikwelt aufpeppt. Doch neben solchen Kombinationen der Genres innerhalb vereinzelter Songs oder Künstler gehen teilweise bereits die einzelnen Genres ineinander über, und das beste Beispiel dabei ist die Rapmusik, die mit der Elektromusik, insbesondere der Untergattung der Trap-Musik, untrennbar verbunden ist. Für viele moderne, meist englischsprachige Songs bildet ein Elektro- oder Trap-Beat die Grundlage. Besonders stark zu beobachten ist das bei den sogenannten „Soundcloud“-Rappern, oder sehr frischen und neuen Künstlern, die sich durch diese Kombination, meistens mit einem vermeintlich persönlichen Stempel, abheben wollen. Doch nicht immer ist es nur die Elektromusik als Teil der Fusion, wie uns viele Künstler zeigen. Das US-Duo Neffex besteht zwar aus einem Rapper und einem DJ, bedient sich jedoch oftmals auch Elemente der Pop- oder Rockmusik. Der britische Künstler DAGames vermischt in seiner Musik oftmals Rock mit unbekannten Genres oder Metal-Musik. Dieses Prinzip lässt sich genauso auf einzelne Lieder übertragen: Das Lied Love Me, dass in Kooperation zwischen Jacob Banks und WiDE AWAKE entstanden ist, vermischt den R&B-Gesang des nigerianischen Künstler mit der Trap-Musik des WiDE AWAKE-Duos. Ein weiteres Beispiel ist das Lied Everything Black vom Popmusiker Mike Taylor und dem Trap-Musiker Unlike Pluto, dass eben jene Elemente miteinander verbindet. Dennoch bildet nicht immer ein anderes Musikgenre das Fusionsglied, wie der Künstler grandson eindrucksvoll beweist. Er verbindet zwar Rock- und Rapmusik geschickt, bindet damit jedoch ganz elementar Gesellschaftskritische Inhalte ein, die zum nachdenken anregt, und verbindet damit Gesellschaftskritik mit Musik, und erschafft auch eine Art von Fusionsmusik. Doch warum existiert dieses Phänomen? Das lässt sich nur mutmaßen. Ich denke, dass sich damit viele Künstler von der Masse abheben wollen, und eine eigene Note durch spezielle Fusion in ihren Liedern einbringen. Mit konventioneller Musik, einfachen Stilen und einem alleinigen Genre wird man nur noch selten berühmt. Dass das zwar noch möglich ist, hat das Duo The Score mit ihrer Rockmusik gezeigt, die mittlerweile teilweise bereits im kommerziellen Gebrauch für Werbepausen ist, jedoch ist es leichter, bekannt zu werden, wenn man sich nicht in ein einzelnes Genre einordnen lässt, sondern direkt mehrere bedient und damit nicht nur eine größere Gruppe erreichen kann, sondern gleichzeitig auch noch eine eigene Note erschafft. Zusätzlich halte ich es durchaus für möglich, dass wir in einer Zeit der Hektik und der Geschwindigkeit das Verlangen nach vielen Musikstilen in wenig Zeit quetschen müssen, und uns deswegen lieber einen Mischmasch aus verschiedenen Genres innerhalb kurzer Zeit befriedigen, als ein einzelnes Genre zu hören und unser Bedürfnis nach anderen Genres daran Leiden zu lassen. Doch an dieser Stelle darf man nicht vergessen, dass das meine eigenen Mutmaßungen, basierend auf meinen Erfahrungen ist und kein Fakt. Leider handelt es sich hierbei nicht um ein weit erforschtes Gebiet, ohne erwiesene Fakten. Dabei muss sich im Moment noch jeder seine eigene Erklärung stellen und sollte nicht rein auf meine Worte hören.

Autor: Erik Gutzmann

Was kann ich schon über mich selbst sagen, was relevanter ist, als das was ich hier, in unserer Zeitung schreibe? Lest zwischen den Zeilen, und lernt mich kennen. Oder nicht, das ist eure Entscheidung.

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