Coronazeit – chaotisch, aber lehrreich

Joa, die chaotische Coronazeit. Die letzten Monate in meinem Leben waren etwas komplett Neues und eine Erfahrung, die mir vermutlich noch lange im Kopf bleiben wird. Als wir noch in der Schule erfahren haben, dass die letzten Wochen Schule wegen Corona gestrichen werden, dachte ich noch:“Cool, paar Wochen länger ausschlafen.“ Wurde scheinbar doch etwas länger, wenn man bedenkt, dass bald Sommerferien sind.

Jedenfalls waren die ersten Home-Office Wochen sehr stressig zum Einfühlen in die neue Situation, weil man am Anfang einen komplett neuen Rhythmus lernen musste, ich hatte absolut Glück, dass meine Eltern mir den Einstieg erleichtert haben. Ich denke, man bemerkt in Quarantäne besonders das, was einem fehlt, die Möglichkeit, immer Kontakte zu pflegen, die Möglichkeit, sich auch mal zu viert hinzusetzen und zu chillen, die Möglichkeiten rund um Sozialkontakte und Bewegung oder Hobbies, die derzeit nicht ausführbar sind, weil sie in einer Halle statt gefunden haben oder immer mit vielen anderen Menschen gemacht wurden.

Ich kam und komme mit dem Home-Office derzeit extrem viel besser klar als vor ein paar Wochen und ich habe das Gefühl, einige Lehrer kommen mit dem Online schooling auch immer besser zurecht. Ich merke trotzdem sehr, was für einen Unterschied es macht, ob man online oder face to face unterrichtet wird, auch wenn ich zugeben muß, dass mich Home schooling schon aufgrund der Aufstehzeiten und der individuellen Planung des Tages deutlich anspricht, weil ich meine Konzentration an einem Tag auf dieses Fach lenken kann, am nächsten auf das andere Fach, je nach Lust und Laune.

Auch diesen Text habe ich mir für eine bestimmte Zeit aufgehoben um erstmal die Hauptfächer zu bearbeiten. Ich bin ehrlich gesagt sogar überrascht, dass ich so wenig Langeweile empfinde und ich weiss, dass Covid-19 keine Vorteile bietet, aber ich bin derzeit froh, Schüler zu sein, es ist quasi eine der Gruppen, die im Idealfall wenig mit den Nachteilen von Corona konfrontiert wird, außer die allgemeinen Einschränkungen, das ist aber nur meine Meinung. Ich kenne auch Freunde, die überhaupt nicht mit dieser Situation umgehen können, weil sie sich oftmals nicht gut alleine beschäftigen können.

Mein Fazit: Es ist eine gute Zeit, sich selbst kennen zu lernen, denn es wird immer wieder Tage geben, an denen man vergisst, wie gut es einem eigentlich geht und in solchen Momenten denkt man hieran zurück und merkt, wie wichtig Freunde und Familie sind.

Ein Beitrag von Maja Späth

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.